Was ist eine Lohnabrechnung?

Was ist eine Lohnabrechnung?

Was ist eine Lohnabrechnung?Die Lohnabrechnung gibt an, wie viel Lohn oder Gehalt ein Arbeitnehmer am Ende eines bestimmten Zeitabschnitts von seinem Arbeitgeber erhält. Das Entgelt eines Arbeitnehmers wird über den Arbeitsvertrag festgeschrieben. Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen diesen als Vertragspartner mit ihrer Unterschrift besiegeln. Im Arbeitsvertrag selbst ist der Bruttolohn/Bruttogehalt fixiert. Was der Arbeitnehmer am Ende auf seinem Girokonto erhält, ist der Nettolohn – die Differenz aus Bruttolohn und gesetzlichen Abzügen.

Die Lohnabrechnung ist ein in schriftlicher Form ausgestelltes Dokument, das klar auflistet, welche Abzüge das Bruttogehalt minimieren und am Ende des Nettogehalt oder den Nettolohn anzeigt. Laut $108 der Gewerbeordnung ist in Deutschland jeder Arbeitgeber verpflichtet, dem Arbeitnehmer eine Lohnabrechnung in Textform zukommen zu lassen.

Wenn sich jedoch keine Änderungen gegenüber dem letzten Zeitabrechnungsraum ergeben, entfällt die Pflicht des Arbeitgebers, eine Entgeltbescheinigung auszustellen. Dies trifft beispielsweise auf Gehälter zu. Im Gegensatz zu Löhnen, Verdienst auf Arbeitszeitbasis (z.B. Stundenlohn), sind Gehälter Verdienst auf Festgehaltsbasis. Sie ändern sich ohne Vertragsänderung nicht.

In größeren Unternehmen befindet sich meist schon in der Personalabteilung eine Steuer- und Lohnabteilung. Kleine und mittelständische Unternehmen übergeben häufig die Lohnabrechnung an ein Lohnbüro oder einen Steuerberater, um Personalkosten oder Softwarekosten einzusparen.

Was steht auf einer Lohnabrechnung?

Das Bruttogehalt bzw. der Bruttolohn bildet die Ausgangsbasis für die Lohnabrechnung. Hinzugerechnet werden gegebenenfalls Vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers oder die betriebliche Altersversorge, die vor der Nettoauszahlung wieder abgezogen werden. Sollte der Arbeitnehmer der christlichen Kirche angehören, muss zudem die Kirchensteuer in der Lohnabrechnung berücksichtigt werden.

Die gesetzlichen Versicherungsbeiträge Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichem Anteil. Sie sind in jedem Fall Bestandteil einer Lohnabrechnung.
Unabhängig davon, welche weiteren Faktoren bei der Lohnabrechnung eine Rolle spielen können, sind folgende Elemente immer in die Berechnung einbezogen:

Bruttoarbeitsentgelt
– Lohnsteuer
– Solidaritätszuschlag
– Krankenversicherung (Arbeitnehmer-Anteil)
– Rentenversicherung (Arbeitnehmer-Anteil)
– Arbeitslosenversicherung (Arbeitnehmer-Anteil)
– Pflegeversicherung (Arbeitnehmer-Anteil)
– Beitragszuschlag Pflegeversicherung
=Nettoarbeitsentgelt

Das Nettoarbeitsentgelt wiederum wird zum Beispiel Gegenstand in Pfändungsfällen (persönliche Abzüge).
Erst nach allen gesetzlichen und persönlichen Abzügen ermittelt sich der Betrag, der vom Arbeitgeber auf das Girokonto des Arbeitnehmers überwiesen wird.

2 Kommentare

  • Henning 19. Februar 2015 um 14:10

    Hallo Zusammen,

    ich bin seid ungefähr 3 Jahren Geschäftsführer in einem sehr renomierten Unternehmen und musste mir vor kurzem wieder einen zusätzlichen Buchhalter München suchen. Wenn Ihr auch dieses problem habt bzw. hattet, dann versucht es hier zeitkraft.de
    Mit dem Ergebnis bin ich mehr als nur zufrieden.

    Gruß
    Henning

  • Mareike 6. August 2015 um 14:43

    Hallöchen,

    damals habe ich meine Lohnabrechnungen selbst gemacht und dabei bemerkt, wie aufwendig das ist. Dann musste man wieder was korrigieren und und und. Mittlerweile lasse ich sie anfertigen. Die Zeit kann ich besser für andere Arbeiten nutzen!

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